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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Lesen lernen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 10:18 
OberlehrerIn
OberlehrerIn

Registriert: Sonntag 17. Januar 2010, 10:12
Beiträge: 34
Liebe LehrerInnen!

Ich bin Kindergartenpädagogin und habe eine Tochter, die im September in die Schule kommt.

Bis jetzt war mir alles in ihrer Entwicklung und im Kindergarten bekannt, jetzt kommt aber Neuland auf mich zu.
Das macht mich ein wenig unsicher, da ich mich im Bereich Volksschule überhaupt nicht auskenne!

Kann mir vielleicht jemand von Euch Fachfrauen kurz die Methose des Lesen lernens erklären oder mir Infos geben ( z. B. Buchtipps, Internetseiten.... ) wo das erklärt wird?

Wie kann ich mein Kind in der Schule unterstützen?
Was mache ich, wenn sie in der Früh weint, oder nicht gehen möchte?

Ich bitte dringend um Eure Unterstützung.

Mlg Bettina


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 11:29 
Moderator
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Registriert: Samstag 24. Februar 2007, 19:05
Beiträge: 857
Wohnort: Wien
Du bist je sehr besorgt. Woher kommt diese Sorge?

Beim Lesenlernen gibt es mehrere Methoden, kommt drauf an, wofür sich die Klassenlehrerin entschieden hat.

Am besten ist, du lässt dein Kind deine Unsicherheit nicht spüren.
Freu dich gemeinsam mit ihm auf das, was auf euch zukommt.
Wichtig ist, dass du den Abschied am Schultor/in der Garderobe/an der Klassentür (-wie das eben bei euch üblich ist) so gestaltest, dass kein Kind unbelastet gehen kann. Verabschiede dich herzlich aber nicht zu dramatisch (sind ja nur wenige Stunden, im Kindergarten war das Kind sicher länger...) und sag deinem Kind, wann du es wieder abholen wirst. Wichtig ist beim Abholen verlässlich und pünktlich zu sein, der Rest ist dann in den meisten Fällen ganz unkompliziert. Wenn Kinder weinen, hört das meistens auf, sobald das Kind in der Klasse ist. Ganz ganz selten ist das nicht so, dann könnte das ein Hinweis auf Schulunreife sein. Muss es aber nicht.

_________________
LG :hello2: @ndrea


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 12:38 
OberlehrerIn
OberlehrerIn

Registriert: Sonntag 17. Januar 2010, 10:12
Beiträge: 34
Liebe Andrea!

Danke für Deine Antwort!

Meine Sorge kommt daher, dass mir bis jetzt, aufgrund meines Berufs als Kindergartenpädagogin , immer alles klar war, ich wusste, was im Kindergarten "abgeht". Jetzt aber nicht mehr. Bis jetzt konnte ich meine Tochter immer unterstützen, da ich wusste, wie es geht.
Aber jetzt nicht mehr!

Mir geht`s einfach besser, wenn ich Bescheid weiß!

Welche Methoden gibt es beim Lesen lernen?
Wie geht`s den Kindern, die bereits Lesen können? ( Meine Tochter kann`s eh noch nicht, aber ihre Freundin!)

Glg Bettina


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 14:58 
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Registriert: Samstag 24. Februar 2007, 19:05
Beiträge: 857
Wohnort: Wien
Das Vorwissen von Schulanfängern differiert extrem, nicht nur im Lesen.
Darauf sind wir vorbereitet und arbeiten deshalb differenziert.

Es gibt Methoden, die synthet. arbeiten (Buchstaben einzeln lernen, dann zusammenziehen), ganzheitliche (KK lernen ganze Wörter wie ICH, WILL, etc.) und analysieren sie, nachdem sie die Buchstaben kennen gelernt haben.

Dazu fällt mir noch die Arbeit mit der Lauttabelle ein (a= Apfel, B=Baum,...) Wenn die Kinder die Bilder der Tabelle den Lauten zuordnen können, können sie dann sowohl den Lese- als auch den Aufschreib-Vorgang vollziehen.

Das nur kurz erklärt.

Ich kann dir nur raten, die auf die Erfahrung und das Geschick der Lehrerin zu verlassen. Wenn du Fragen hast, frag sie natürlich.

_________________
LG :hello2: @ndrea


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 Betreff des Beitrags: Lesen lernen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 15:38 
OberlehrerIn
OberlehrerIn

Registriert: Sonntag 17. Januar 2010, 10:12
Beiträge: 34
Liebe Andrea!

Danke für Deine genauen und hoffnungsvollen Antworten!

Hast mir wirklich schon sehr geholfen!

Du bist sicherlich eine engagierte und liebe Lehrerin.
Ich hoffe meine Tochter hat auch viel Glück mit ihrer Lehrerin bzw. Lehrerinnen, da sie zum Glück 2 bekommt!

Glg Bettina


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 16:37 
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Registriert: Samstag 24. Februar 2007, 19:05
Beiträge: 857
Wohnort: Wien
Da bin ich sicher. So sind doch die meisten... Kennst du sie noch gar nicht?

_________________
LG :hello2: @ndrea


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 19:04 
OberlehrerIn
OberlehrerIn

Registriert: Sonntag 17. Januar 2010, 10:12
Beiträge: 34
Hallo!

Ich kenn die Lehrerinnen nur vom Foto! Schauen mir sehr nett und sympatisch aus!

Näher werde ich sie wahrscheinlich erst am Elternabend kennen lernen.
Da bin ich schon sehr gespannt drauf!

Welche Klasse hast Du?
Ich hab die 3 bis 6 jährigen bei mir im Kindergarten.
Glg Bettina


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 Beitrag Verfasst: Montag 18. Januar 2010, 20:33 
StudentIn
StudentIn

Registriert: Montag 9. Februar 2009, 20:19
Beiträge: 2
Wohnort: Bayern
Was mich ein wenig wundert, ist, dass Du Dich nicht mit den Leselernmethoden auskennst. Du hast ja die Vorschüler. Findet bei Euch keine Vorschule statt?
Bei uns lernen die Vorschüler Reime, Silben (Robotersprache) und auch Laute im Wort herauszuhören (im Kindergarten v.a. den Anlaut). Das geht sehr spielerisch. Diese Dinge sind wichtige Voraussetzungen, v.a. beim Lesen (und Schreiben!) lernen mit der Anlauttabelle, die bei uns fast in jedem Leselehrgang vorkommt.
Hierbei könntest Du Deine Tochter schon jetzt unterstützen. Gerade das Silbenklatschen ist auch für später (Rechtschreibung) sehr wichtig.

Ich finde man merkt schon sehr deutlich, welche Kinder im Kindergarten in dieser Hinsicht gefördert wurden. Sie tun sich dann in der Regel einfach leichter...


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 Beitrag Verfasst: Montag 18. Januar 2010, 21:50 
Stadtschulrat
Stadtschulrat

Registriert: Freitag 21. November 2008, 21:32
Beiträge: 194
Wohnort: NRW
liebe bettina!
ich kann andrea nur beipflichten. vertrau deinem kind, die macht ihren weg schon. und lass' sie deine unsicherheiten so wenig wie möglich spüren.
wenn du der lehrerin genau das sagst, was du hier geschrieben hast ("Bis jetzt war mir alles in ihrer Entwicklung und im Kindergarten bekannt, jetzt kommt aber Neuland auf mich zu.Das macht mich ein wenig unsicher, da ich mich im Bereich Volksschule überhaupt nicht auskenne!") dann wird sie dir sicherlich auch gerne erklären wie sie arbeitet oder dich mal zum besuch in den unterricht einladen.
ganz wichtig finde ich immer zu wissen (aber das ist dir sicherlich schon klar) für zukünftige i-männchen-eltern: verwende bei den buchstaben NIE die buchstabennamen, so wie sie beim aufsagen des alphabets genannt werden, sondern ihre laute.
freut euch auf den neuen, aufregenden lebensabschnitt. dir wünsche ich, dass du die unsicherheiten im laufe der zeit los wirst und dich auch weiterhin an der entwicklung deiner tochter freuen kannst!


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 19. Januar 2010, 16:23 
Moderator
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Registriert: Samstag 24. Februar 2007, 19:05
Beiträge: 857
Wohnort: Wien
bomba und schnurli hat geschrieben:
Welche Klasse hast Du?
Ich hab die 3 bis 6 jährigen bei mir im Kindergarten.
Glg Bettina


Bin grad in der 2.Klasse.

_________________
LG :hello2: @ndrea


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 19. Januar 2010, 18:44 
OberlehrerIn
OberlehrerIn

Registriert: Sonntag 17. Januar 2010, 10:12
Beiträge: 34
Hallo liebe Leute, die mir sooooooooo hilfreiche Antworten gegeben haben.
Bzw. Vorschulvorbereitung. In diese Richtung ( Reimeklatschen, Bildergeschichten, Anlauttabellen............ ) arbeite ich schon sehr. Da kenn ich mich schon gut aus. Aber der genaue Leselernvorgang bzw. Methode ist mir überhaupt nicht bekannt.
Uns als Pädagoginnen ist auch untersagt den Kindern richtige Lesen oder Rechen ( in schulischer Form!) im Kindergarten beizubringen!

Der Tipp, der Lehrerin meine Sorgen zu erzählen ist sehr gut. Ich werde mir diese zu Herzen nehmen.

Ich habe da so ein komisches Verhältnis zu Lehrern, warscheinlich noch aus meiner Schulzeit. Lehrer sind totale Autoritätspersonen. Deshalb hätte ich bis jetzt meine Sorgen auch sicherlich nie ausgesprochen.
Jetzt habe ich eine andere Einstellung. Gut solche Tipps von Euch als Lehrerinnen zu hören!

Herzlichen Dank nochmals.
Bin Euch sehr dankbar über Eure Anregungen.
Glg Bettina


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 19. Januar 2010, 18:46 
OberlehrerIn
OberlehrerIn

Registriert: Sonntag 17. Januar 2010, 10:12
Beiträge: 34
Hab noch was vergessen.

Was sind bitte " i-Männchen Eltern"

Bitte um Antwort.
Glg Bettina


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 19. Januar 2010, 18:59 
Moderator
Moderator
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Registriert: Samstag 24. Februar 2007, 19:05
Beiträge: 857
Wohnort: Wien
i-Männchen = Schulanfänger

Heißt wohl in BRD so, kannte ich auch nicht.... :lol:

bomba und schnurli hat geschrieben:
Hallo liebe Leute, die mir sooooooooo hilfreiche Antworten gegeben haben.
Der Tipp, der Lehrerin meine Sorgen zu erzählen ist sehr gut. Ich werde mir diese zu Herzen nehmen.
Ich habe da so ein komisches Verhältnis zu Lehrern, warscheinlich noch aus meiner Schulzeit. Lehrer sind totale Autoritätspersonen. Deshalb hätte ich bis jetzt meine Sorgen auch sicherlich nie ausgesprochen.
Jetzt habe ich eine andere Einstellung. Gut solche Tipps von Euch als Lehrerinnen zu hören!

Herzlichen Dank nochmals.
Bin Euch sehr dankbar über Eure Anregungen.
Glg Bettina


Ach wir sind doch alle ganz Bild harmlos, und die meisten richtig nett... Bild

_________________
LG :hello2: @ndrea


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 19. Januar 2010, 22:49 
Stadtschulrat
Stadtschulrat

Registriert: Freitag 21. November 2008, 21:32
Beiträge: 194
Wohnort: NRW
da wären wir mal wieder beim "binationalen sprachproblem".
ja, in deutschland spricht man von i-männchen. zumindest in ostwestfalen. habe gerade mal gegoogelt, woher der begriff kommt. früher wurde in den fibeln zuerst der buchstabe i gelernt. im kölner raum sagt man i-dötzchen.
abc-schützen habe ich auch schon mal irgendwo gehört.
in der regel sage ich einfach nur "erstklässler".


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 26. Januar 2010, 14:03 
Landesschulrat
Landesschulrat
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Registriert: Montag 26. Februar 2007, 16:29
Beiträge: 460
I-dötzchen war mir von einer deutschen Freundin bekannt, I-Männchen ist auch niedlich *g*..bei mir sind es die Ersties (im nächsten Schuljahr wieder;-))


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